Tinnitus und Hörsturz

Ohrgeräusche belasten weltweit Millionen von Patienten. Häufig beginnen sie akut mit einem Lärm- oder Knallerlebnis; andererseits entstehen sie oft nach Stresserlebnissen oder großen psychischen Belastungen. Allerdings ist ein akuter Tinnitus kein medizinischer Notfall, sondern ein medizinischer Eilfall. Man kann also durchaus frühzeitig ins Bett gehen und ausreichend Schlaf tanken, um dann am nächsten Tag den HNO-Arzt aufzusuchen.

Der genaue Entstehungsmechanismus ist nicht bekannt. Diskutiert werden zur Zeit als Entstehungsort sowohl das Innenohr (Durchblutungsstörungen der sensiblen Haarzellen) als auch übergeordnete Zentren im Gehirn.
 
Häufig gibt es auch ganz andere, „banale“ Ursachen, wie zum Beispiel

  • im Gehörgang durch Fremdkörper, Ohrenschmalz oder Entzündungen,
  • im Mittelohr durch Entzündungen, Verkalkungen, Vernarbungen oder Druckausgleichsstörungen,
  • nach Operationen.

Daher sollte in der Regel der erste diagnostische Schritt eine Überprüfung beim HNO-Arzt sein!
Wir führen eine genaue Untersuchung Ihres Hörorgans durch und zusätzlich eine Geräuschanalyse, mit der wir versuchen, ihr Ohrgeräusch zu objektivieren.

BILD

Sie wünschen möglichst viele Infos über Tinnitus und Therapiemöglichkeiten? Auf Anregung der Deutschen Tinnitus Liga bieten wir seit 2007 4x pro Jahr einen interaktiven Tinnitus-Workshop an! Sie bekommen

  • Definitionen und Begriffe aus dem Bereich „Tinnitus“ erläutert
  • die Funktionsweise und Untersuchungen des Hörens erklärt
  • klassische und allerneueste Therapieansätze erläutert und bewertet
  • eine ausführliche konkrete fallbezogene Beratung
  • einen Erfahrungsaustausch über Therapieansätze anderer Tinnituspatienten

Außerhalb von Kurmaßnahmen gibt es in Köln keine andere Veranstaltung, in der die Probleme und Therapiemöglichkeiten des Tinnitus derart umfänglich dargestellt werden.

 

Übersicht - Termine

 

 

Voraussetzung: Ihr Tinnitus ist nicht älter als 4-6 Wochen

  • Infusionstherapie mit Cortison (3 Behandlungseinheiten)
  • Tablettenbehandlung mit Cortison
  • Intratympanale Cortison-Instillation (durch ein kleines Paukenröhrchen wird Cortison in das Mittelohr geträufelt)
  • Hyperbare Sauerstofftherapie (in begründeten Einzelfällen)
  • Manual- und Physiotherapie (bei CMD und Schulter-Nacken-Syndrom)

 

 

Voraussetzung: Ihr Tinnitus ist älter als 3 Monate

  • Adaptive CR-Neuromodulation
    Desyncra™ for Tinnitus ist eine zielgerichtete Therapie, die auf die Muster in neuronalen Tinnitusnetzwerken wirkt und zu einer Besserung der quälenden Symptome wie Tinnitus-Lautheit und Belästigung führt. Zweifellos stellt diese Therapiemaßnahme eine sehr interessante und vielversprechende Option dar. Auch die öffentlichen Medien sind bereits darauf aufmerksam geworden, wie z.B. Stern-TV, WDR-Aktuelle Stunde und ARD-Wissenschaftsmagazin. Diese Methode wirkt nur bei tonalem chronischen Tinnitus. Die Gesamt-Therapiekosten für 1 Jahr belaufen sich auf circa 1800 Euro. Allerdings erstatten nach positiven Berichten bereits zwei Berufsgenossenschaften und teilweise auch private Krankenkassen die Kosten. Außerdem haben Sie ein 8-wöchiges Rückgaberecht, sollte die Therapie nicht funktionieren.
  • Tinnitracks
    „Ihre Lieblingsmusik gegen Tinnitus“ oder „Die Tinnitus-Therapie auf Rezept“ sind die Hauptmerkmale einer neuen Therapieform, die sich an die oben beschriebene adaptive Neuromodulation anlehnt. Etliche Krankenkassen erstatten die Therapiekosten bereits.
  • Modifizierte Tinnitus-Retrainings-Therapie
  • Verordnung von Tinnitus-Maskern
  • Akupunktur (jeweils samstags durch Frau Dr. Konrads-Schreiber)
  • Bioresonanztherapie

 

 

 

  • Ionisierende Sauerstofftherapie
  • Softlaser-Therapie
  • Transkranielle Magnetstimulation (TMS):


Bei Patienten mit chronischem Tinnitus haben US-Kollegen keinen Beleg für eine Wirksamkeit der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) gefunden („JAMA Otolaryngology - Head & Neck Surgery“).

Wir sind für Sie da

(0221) 35 55 99-0
info@koeln-hno.de

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