Allergie

Eine Allergie ist eine übersteigerte, krankmachende Abwehrreaktion des Körpers, ausgelöst durch diverse Allergene wie Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare, Schimmelpilze oder Nahrungsmittel. Wir bieten Ihnen unterschiedliche Allergietests an, mit denen eine Allergie in der Regel ziemlich genau diagnostiziert werden kann. Im Anschluß daran besprechen wir mit Ihnen die verschiedenen Therapieoptionen und erstellen gemeinsam das für Sie optimale Therapiekonzept.

Erste allergische Hinweise zeigen sich meist bereits früh im Kindesalter, normalerweise in Form einer atopischen Dermatitis (oft in Verbindung mit einer Nahrungsmittelallergie). Die ersten Symptome des Heuschnupfens treten im Alter von 3 Jahren auf und während der ersten 10 Lebensjahre steigt die Zahl der Erkrankungsfälle jährlich um weitere 3% an. Die Tatsache, daß vor allem die jüngere Generation von Allergien betroffen ist, bedeutet, daß in den kommenden Jahren ein explosionsartiger Anstieg von Allergiekranken zu erwarten ist.

Prinzipiell sind Allergieneigungen in gewissen Prozentsätzen vererblich, aber Genetiker kommen immer mehr zu der Überzeugung, daß es nicht ein einzelnes „Allergie–Gen" gibt, sondern daß mehrere Gene an den verschiedenen Entwicklungsstufen einer Allergie beteiligt sind. Hinzu kommen schädliche Umwelteinflüsse.
Im Mittelpunkt allergischer Beschwerden, die den HNO-Bereich betreffen, stehen Niesattacken und wässriger Schnupfen, sowie die Bindehautentzündung mit roten, juckenden und tränenden Augen.
Starker Heuschnupfen ist eine Erkrankung, die das allgemeine und psychische Wohlbefinden beeinträchtigt und sich statistisch gesehen bei jedem dritten Erkrankten in Richtung Asthma weiterentwickelt!

Absoluter Spitzenreiter unter den Allergien ist der Heuschnupfen, unter dem allein in Deutschland ca. 10 Millionen Menschen leiden. Der Name ist allerdings irreführend, da der Heuschnupfen nicht durch Heu, sondern durch Pollen (Blütenstaub) von Bäumen, Gräsern, Sträuchern und Kräutern ausgelöst wird. Wir bezeichnen den Heuschnupfen daher auch als Pollinose oder als saisonalen allergischen Schnupfen.
Bedingt durch die fortschreitende Klimaerwärmung fangen häufig bereits im Januar die ersten allergischen Beschwerden mit dem Pollenflug der Hasel an - und ganz schlimm wird es dann mit dem Pollenflug der Birke um Ostern herum. Die Gräserpollen lösen die Baumpollen Ende Mai ab und fliegen bis in den August hinein; und selbst im Herbst haben viele Allergiker noch mit Kräuterpollen zu kämpfen.

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Am zweithäufigsten zeigen sich Allergien auf Hausstaubmilben. Das sind kleine Spinnentiere mit 8 Beinen. Man kann sie nur mit einer Lupe erkennen, denn auf einen Punkt . passen 10 Milben! Die Ausscheidungen der Milben sind die eigentlichen Träger der Allergene und lösen damit die Hausstaubmilbenallergie aus, wobei hier die Beschwerden in der Regel ganzjährig bestehen.
Diese Kleinstlebewesen brauchen 35°C und hohe Luftfeuchtigkeit - und lieben deshalb Ihr Bett.


Auch Tierhaare, Tierepithelien (Katze, Hund, Pferd) und Federn (Enten, Gänse) können allergieauslösend sein.

Weitere allergische Reaktionen finden sich auf Schimmelpilze, Medikamente (vor allem Penicillin) und diverse Nahrungsmittel.

Zwischen 2 und 4 % der deutschen Bevölkerung sind von einer Insektengift-Allergie (überwiegend Wespen und Bienen) betroffen. Etwa 10 - 20 Todesfälle pro Jahr werden in Deutschland gemeldet. Allerdings ist von einer großen Dunkelziffer auszugehen.

Die genaue Schilderung Ihrer Beschwerden ist für das Erkennen einer Allergie immens wichtig und macht 50% der Diagnostik aus!!! In unklaren Fällen muß ein Allergie-Tagebuch angelegt werden, das dann durch uns ausgewertet wird.
Weitere bekannte diagnostische Verfahren sind:

 

 

 

Pricktest. Bei diesem schnellen und effizienten Hauttest werden Testlösungen mittels einer Lanzette oberflächlich in die Haut eingebracht. Nach 20 Minuten können sofort entsprechende allergische Reaktionen abgelesen werden.

Provokationsprüfung in der Nase. Es wird die Luftdurchgängigkeit der Nase gemessen und danach eine kleine Menge Allergenlösung auf die Nasenschleimhaut gesprüht. Nach 10 Minuten wird die Luftdurchgängigkeit erneut gemessen und bewertet. Wegweisend auf eine Allergie sind ferner Niesreiz und Laufen der Nase.

RAST-Bestimmung. Es erfolgt die Abnahme von ca. 5ml Blut in ein Serumröhrchen, das dann in ein Speziallabor eingesandt wird. Bereits nach 5-7 Tagen können wir Ihnen mitteilen, wie viel Antikörper auf bestimmte Allergene in Ihrem Blut zirkulieren.

Bioresonanz: Mit der Erfassung "negativer" Schwingungen sollen Allergien ebenfalls diagnostizierbar sein. Schulmedizinisch wird diese Methode abgelehnt, aber wir stellen immer wieder erstaunliche Übereinstimmungen mit den anderen oben aufgeführten Tests fest.

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Oberstes Gebot sollte sein, die Allergene zu meiden (Allergenkarenz).

 

 

 

Diesbezüglich erhalten Sie von uns ausführliches Infomaterial. Sollte eine Allergenvermeidung (im Hochgebirge, an der See, mittels Nutzung von speziellen Bettbezügen oder Abschaffung von Haustieren) nicht möglich oder nicht ausreichend sein, bieten wir verschiedene Methoden zur Behandlung einer Allergie an.

Die besten Erfolgschancen hat nach den Empfehlungen der WHO dabei die Heilung der Allergie mittels Hyposensibilisierung, der sogenannten Spritzenbehandlung. Das bedeutet in der Regel die Verabreichung einer "kleinen" Spritze 1x pro Monat (anfangs etwas häufiger) über insgesamt 3-4 Jahre. Eine deutliche Besserung oder sogar das Verschwinden der allergischen Symptome zeigte sich bei 70-80% der Patienten!
Allerdings kostet diese Therapie 2000-3000 Euro; sie wird von den Krankenkassen bezahlt.

Noch ein Wort zu Impfungen und der Entwicklung von Allergien ....
Für die immer wieder erhobene Behauptung, dass die Zunahme von Allergien etwas mit den üblichen Schutzimpfungen im Kindesalter zu tun habe, gibt es keine wissenschaftlich begründeten Beweise. Das haben niederländische Wissenschaftler in einer Analyse von wissenschaftlichen Publikationen zu diesem Thema zwischen 1966 und 2003 festgestellt. Die Theorie einer „Überimpfung“ unserer Kinder sei nicht haltbar, so die niederländischen Kliniker. Weniger Antibiotika und weniger Hygienemaßnahmen in der Kindheit könnten dagegen sinnvolle Optionen für die Prävention sein, die das kindliche Immunsystem fördern.

Je nach Fallkonstellation werden wir Ihnen auf Wunsch die Planung, Durchführung und Überwachung folgender alternativer Behandlungen vorschlagen:

Wir sind für Sie da

(0221) 35 55 99-0
info@koeln-hno.de

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