Schluckstörungen

Besonders wichtig ist bei dieser Erkrankung eine ausführliche Anamnese zur Unterscheidung, ob die Schluckstörung eher im Rachenbereich (oropharyngeal) oder im Bereich der Speiseröhre (ösophageal) gelegen ist oder aber eher funktionelle Ursachen hat. Bei ca. 80% der Patienten führt das bereits zur richtigen Diagnose!
Zusätzlich können wir Ihnen folgende Untersuchungen zur weiteren Abklärung anbieten, bzw. diese veranlassen:

HNO-ärztliche Untersuchung:

Ösophagoskopie (Speiseröhrenspiegelung) und Gastroskopie (Magenspiegelung):

zur Überprüfung der regelrechten Anatomie und Organfunktion.

Radiologische Diagnostik

Manometrie der Speiseröhre

Ein dünner Manometriekatheder wird schmerzlos über die Nase bis in den Magen geschoben. Er misst am Speiseröhreneingang, in der Speiseröhre und am Mageneingang die Druckverläufe sowohl in Ruhe als auch beim Schluckakt. Somit kann ein gestörter Druckverlauf festgestellt und auch eindeutig lokalisiert werden.

Elektrophysiologische Untersuchung des Schluckaktes (optional)

Diese Untersuchung ermöglicht die Beurteilung der am Schluckvorgang beteiligten Muskeln und der Funktion ihrer Hirnnerven durch die elektrische Ableitung gestörter Muskelantwortpotentiale. Sie kann auch zusätzlich nach zentraler Reizung durch eine Magnetstimulation erfolgen.

Therapie:

Schluckstörungen im Rachenbereich werden überwiegend durch Logopäden durchgeführt (Mund- und zungenmotorische Übungsbehandlungen, Reflexstimulation etc.). Eine entsprechende Verordnung erhalten Sie in unserer Praxis.
Schluckstörungen im Bereich der Speiseröhre werden meistens durch Ihren Hausarzt oder Internisten therapiert, in selteneren Fällen kann auch ein chirurgischer Eingriff erforderlich werden.
Funktionelle Schluckbeschwerden bedürfen dagegen vor allem einer Ernährungsumstellung, einer medikamentösen Therapie und möglicherweise auch einer psychosomatischen Behandlung.